Donnerstag, 16. August 2012


(Reiseroute / Travel map)
(Originalzeichnung / original painting - Thomas Tailor)

Aus dem Tagebuch des Thomas Tailor
The diaries of Thomas Tailor
Der Hafen von Colombo, The harbour of Colombo

16. August

Nach fast 5 Tagen auf See laeuft die Narrandes im Hafen von Colombo ein. Mir geht es furchtbar schlecht. Das Essen wurde in den letzten Tagen nicht besser, vor allem letzte Nacht, denn es waren nur noch die Reste der vergangenen Tage uebrig. Im ganzen Unterdeck roch es nach Erbrochenem.
Wir mussten einen Umweg in Kauf nehmen, denn ein riesiges Seeungeheuer hatte das Schiff fest im Griff. Die Besatzung ist bewaffnet, doch leider halfen die Gewehre nichts, das Ungeheuer, was einem grossen Hai aehnelte, wich nicht zur Seite. Ein Seemann fiel ins Wasser und wurde vom Ungeheuer verschlungen. Ich wette die Inder auf dem Handelsschiff das wir getroffen haben wussten davon und haben uns absichtlich in dieses Verderben geschickt. Der Schock sitzt mir jetzt noch in den Gliedern.
Mit zerrissenen Segeln laeuft die Narrandes dann am Nachmittag in Colombo ein. Ein Besatzungsmitglied weniger, doch ich habe ueberlebt. Wir koennen nur von grossem Glueck sprechen dass wir keinen Piraten begegnet sind.
Es dauert eine Weile bis man durch die Einreiseprozedur ist. Man macht das hier alles noch von Hand. Jegliche Dokumentnummern werden von Hand in ein riesiges Buch uebertragen. Danach geht es zum Geldwechsel, was auch eine riesige Tragoedie ist. Es gibt nur kleine Scheine, das Geld aber an sich scheint nichts wert zu sein. Mit 3 Pfund ist man im Grunde schon Millionaer and man braucht eine weitere Tasche um die ganzen Geldscheine zu transportieren. In den Strassen sitzen Haendler, die handgemachte Faecher verkaufen, die aus Geldscheinen gemacht sind. Natuerlich zu einem viel hoeheren Preis wie das verwendete Geld. Halsschneiderei.
Mir bleiben einige Stunden hier in den Strassen von Colombo bevor man mich abholt. Man hat mich informiert dass es sich etwas verzoegert, wie es zu erwarten war. Mein persoenlicher Transport sei noch nicht die Schluchten der Berge hinabgestiegen, doch er ist unterwegs zu mir. Das klingt etwas abenteuerlich...


August 16th
After nearly 5 days the Narrandes approaches the harbour of Colombo. I feel terribly sick. The food didn't get any better over the last days, especially last night we ate what remained from the days before. As a result the whole lower deck smelt like vomit.
Furthermore, we had to take a detour because a horrifying sea-monster kept control of the ship. The sailors were armed, but it didn't help much, the monster, which had the appearance of a shark, were not very impressed. One sailor fell into the water and was eaten by the beast immediately. I had a slight feeling that the Indians on the merchant ship that we came across knew about it...and that was the reason for their strange smiling and the shaking of their heads. I am still shocked.
With torn sails we reached the harbour of Colombo in the afternoon. One sailor less, but nevertheless Im glad I made it. It's only by luck that we didn't meet any pirates as well.
It takes a while to get through immigration. The whole procedure is very old-fashioned and takes longer because it’s done by hand. Any kind of documentation they come across at immigration they enter into a large book.
In addition, I had to exchange my money. Unfortunately, they only had small notes, but the money itself seems to have just a low value. With just 3 pounds you can be a millionaire and you need another bag just to carry all the money. The traders in the streets are making hand-held fans out of the money. They are offering them for more than it’s actually worth and it’s clear that these merchants are cheaters!
I had a couple of hours in the streets of Colombo before someone came to pick me up. I was informed about the delay, but I was already calculated that. My transport has not passed the canyons of the mountains yet, but we are on the way now. Sounds like adventure...


Dienstag, 14. August 2012


(indische Handelsboote im Hafen von Dubai / Indian merchant ships in the harbour of Dubai)

Aus dem Tagebuch des Thomas Tailor
The diaries of Thomas Tailor
Nichts als Wasser, nothing but water

14. August

Seit 2 Tagen sind wir nun schon auf der Narrandes. Es gibt nichts zu sehen ausser Wasser und der Monsun haelt das ganze Schiff im Zaum. In der Gegend hier soll es Piraten geben. Doch das einzige was man sieht ist Wasser...wohin man auch blickt sieht man Wasser. Gestern Nachmittag kreuzte ein indisches Handelsschiff unseren Weg, vollbeladen, auf dem Weg nach Dubai. Das Schiff kam sehr dicht an die Narrandes heran, so dicht, dass man die Maenner auf dem Schiff erkennen konnte. Der Name des Schiffes war unleserlich in Schnirkeln geschrieben, aehnlich der arabischen Schrift. Die Maenner riefen uns immer wieder etwas zu und winkten. Einige wackelten permanent mit dem Kopf, als wenn sie die ganze Zeit "nein" sagen wollten, dabei laechelten sie aber. Wahrscheinlich haben sie sich einfach ueber uns lustig gemacht, wohlwissend dass wir gerade auf dem besten Weg in einen riesigen Sturm sind, vielleicht aber gruesst man in Indien auf diese Weise. Ich kann es nicht genau sagen.
Es ist allgemein schwierig einen klaren Gedanken zu fassen, aufgrund des schlechten Essens. Die Bordkueche laesst leider zu wuenschen uebrig. Eine korpulente Frau ist hier die Koechin. Es gibt nahezu ausschliesslich Sauerkraut, nur das haelt auf hoher See die Vitamine. Dabei gibt es reichlich Fleisch, in der Kueche unter Deck wimmelt es nur so von Ratten. Wenn man die Koechin hinter ihrem riesigen Topf sitzen sieht, waehrend die Ratten auf dem Boden spazieren gehen, koennte man meinen sie beherbergt diese Tiere absichtlich um sich jeglichen Besuch fern zu halten.
Nachts schwankt das Schiff manchmal so stark, dass man sich in der Koje festkrallen muss um nicht herauszufallen. Dabei ist erst die Haelfte geschafft. Ich hoffe der Rest der Schiffsreise vergeht etwas schneller...


August 14th
For the past two days we have been on the “Narrandes”. We are surrounded by nothing but water and to make matters worse the Monsoon rules the movements of the vessel. Pirates are rumored to be in this area, but I haven't seen any. The only thing to see out here is water... no matter where you look all you see is water.
However, yesterday afternoon we came across an Indian merchant ship, fully loaded, on its way to Dubai. The ship came so close to our vessel that we could actually see the faces of the sailors on the ship. But it was impossible to comprehend the name on the ship because it was written in strange letters, similar to Arabic. The sailors were shouting words which we could not understand and they were waving at us. Some of them were even shaking their heads as if to say "no", but they were smiling as well. They were probably making fun of us, knowing that were on our way into a massive thunderstorm, or they were just trying to greet us. Perhaps this is how they do it in India. I don't really know.
In general it’s difficult to clearly think here, simply because of the bad food. The kitchen is terrible. A corpulent woman is the chef of the kitchen. She constantly serves us pickled cabbage, the only thing which contains vitamins while travelling on the sea. However there is enough meat available, because the kitchen is full of rats. When I watch her, sitting behind her big pot, I always think that she keeps the rats in order to ward off visitors.
During the night sometimes the movement of the ship is so severe that you have to hold onto your bed to avoid falling out of it. We only made it half the distance to Ceylon by now. I hope the rest of the days on the ship go by a bit quicker...



Sonntag, 12. August 2012



Aus dem Tagebuch des Thomas Tailor

Wie schon erwaehnt habe ich mich dazu entschlossen einige Zeilen aus dem alten Tagebuch des Thomas Tailor hier einzufuegen. Thomas Tailor hat zu Kolonialzeiten einige Reisen zur Erkundung fremder Kulturen, Tier und Pflanzenarten unternommen. Ich denke das passt ganz gut, da es derzeit sonst nix weiter zu erzaehlen gibt. Aufgrund grosser Nachfrage und der Tatsache dass die Originalfassung Englisch ist, werden die Eintraege zweisprachig erscheinen.

Kapitel: Ceylon, Feuerdrachen und Curry

12. August

Da liegt sie nun, die alte Narrandes. Ein Schiff das einst der spanischen Inquisition gediehnt hat. Eigentlich sollten unsere Erkundungsschiffe laengst motorisiert sein. Mit diesem Kahn wird es ewig dauern nach Ceylon ueberzuschiffen.
Die Hitze hier in Arabien ist unertraeglich. In der alten Handelsstadt Dubai haelt man es kaum aus. Zudem halten die Araber hier derzeit etwas ab, das sie Ramadan nennen. Jeder in der Stadt spricht darueber. Es ist hoch angepriesen, eine Art heiliges Fest. In Wirklichkeit ist es ein elendes dahinhungern. Staendig muss man sich Oasen vorstellen, in denen es reichlich Wasser gibt, denn das Trinken ist einem hier tagsueber untersagt. Sollte man erwischt werden, gibt es Peitschenhiebe. Zudem verbringen sie die ganze Nacht damit gigantische Pfeiffen zu rauchen. Da kommt mir die Expedition nach Ceylon gerade recht.
Mir graut allerdings der Gedanke 5 Tage auf dieser Holzhurbel zu verbringen. Ich werde normalerweise nicht seekrank, allerdings ist das Essen auf diesen Schiffen fuerchterlich. Auf einer der letzten Expeditionen brach auf dem Schiff die Cholera aus. 3 Tage war man danach damit beschaeftigt die Bordwand zu reinigen...
Jedoch habe ich mich freiwilig fuer die Ceylonexpedition gemeldet. Man sagt die Einheimischen auf Ceylon seien Menschenscheu, man mag es ruhig und die Insel gleicht einer Einoede. Das kommt mir gerade recht, das klingt sehr entspannend, wenn man bedenkt wie wild es doch auf solch einer Expedition in anderen Laendern zugehen kann. Indien zum Beispiel, solch ein Chaos koennte ich mir im Augenblick nicht vorstellen.
Jedoch sollen Indien und Ceylon viele Dinge gemeinsam haben. Man sagt an beiden Orten duftet der Ozean geheimnisvoll nach Curry... Nun, das ist eine der Studien, die ich anfertigen werde. Andere erzaehlen, dass es auf Ceylon fuerchterliches Getier gibt. Schlangen, Spinnen und drachenartige Tiere die Feuer speien. Die Einheimischen, so sagt man, leben in Einklang mit diesen Tieren. Sie koennen diese Tiere sogar mit Gesaengen in eine Art Trance versetzen. Aber ich denke das ist nur Gerede... Drachen, diese Gespinste sind sicherlich Produkte des schlechten Rums auf den Schiffen und der Seekrankheit.
Ich habe meine Ausruestung gepackt, heute Nachmittag geht es auf die Blanken der Narrandes...


Chapter: Ceylon, Dragons and Curry

August, 12th


There it is, the vessel "Narrandes". A ship that was once used during the Spanish Inquisition. All our expedition ships should be motorized already. With that mahogany cruiser it will take forever to reach Ceylon.
The heat here in Arabia is unbearable. In the old city of Dubai, known for trading, it is difficult to survive these days. To add, the Arabs are having something called "Ramadan". Everyone here is talking about it. It is highly appreciated, a kind of a holy thing. But in reality it is close to starving. Permanently I have to think about oases, filled with fresh water, since drinking is prohibited during the day. If they catch you, they whip you. During night they sit together and smoke gigantic pipes. So it is better to head off to Ceylon right now.
But I shudder to think of being on that wooden piece of junk for 5 days. Normally I don’t get seasick, but the food on these ships is terrible. On one of the last expeditions there was a cholera epidemic on the ship. They needed 3 days to clean the side panels of the ship, after it arrived back in the harbour.
I recruted willingly for the Ceylon expedition. It is said that the natives there avoid people, it is quiet and the island is more likely a wasteland... That's perfect for me, it sounds relaxing, especially thinking about how wild such an expedition could be. Others went to India, it would be chaos, which I can’t imagine at the moment.
However, India and Ceylon have some things in common. People say that the ocean has a mysterious smell of curry... Well, I am going to find out about it. Others say that there are horrible creatures on the island. Snakes, spiders and some special kind of a dragon, able to spit fire. The locals are living in harmony with these strange animals. They are even able to put these creatures in a trance with a special singing technique. Well, that's the story...dragons...I think these figments are just the outcome of the bad rum on the vessels and the seasickness.
I packed my stuff, this afternoon, I am going to board the Narrandes...



Sonntag, 5. August 2012



Bergfest des Ramadan


Etwas mehr als 2 Wochen sind nun vergangen. 2 Wochen Hunger, 2 Wochen kein Wasser ausser in der Nacht. Die Haelfte des Ramadan ist nun ueberstanden. In weiteren 2 Wochen wird die muslimische Welt das "Eid-Fest" feiern, wie jedes Jahr. Auf dem oberen Bild sieht man einige unserer arabischen Freunde beim naechtlichen Fastenbrechen, was gemuehtlich mit einem Glas Tee und einer Wasserpfeiffe abgehalten wird. Man sieht auf dem Bild nicht, wieviel wir kurz zuvor gegessen haben, die Speisen wurden kurz vor dem Entstehen des Bildes abgeraeumt. Es gibt leider nicht viel mehr zu berichten. Es ist immernoch brechend heiss, dieses Jahr allerdings ist die Luftfeuchtigkeit nicht ganz so hoch.
Auch ich habe mir zum Ende des Ramadan etwas Besonderes ueberlegt. Zum Anlass des diesjaehrigen Eid-Festes werde ich hier im Blog aus dem Reisetagebuch des alten Kolonialherren "Thomas Tailor" berichten, der zu seiner Zeit eine Reise auf die Insel Ceylon unternommen hat. Die Insel Ceylon ist heutzutage als Sri Lanka bekannt. Zufaelligerweise habe ich die alten Schriften und original Bildmaterial der Ceylonexpedition. Die Schriften sind hochinteressant und das Bildmaterial ist einzigartig. Man koennte fast meinen Thomas Tailor haette die Reise in der Gegenwart unternommen. Mehr dazu aber erst in 2 Wochen.

Sonntag, 29. Juli 2012




Zwischen Fruehstueck und Abendbrot

...was macht man denn in dieser Zeit in Dubai? Im Moment gibt es weder Fruehstueck noch Mittagsangebot hier. Nur in den eigenen vier Waenden kann man derzeit nach Herzenslust speisen, oder in den Luxushotels, allerdings abgeschottet.
Deswegen ein kleiner Rueckblick. Bevor diese Hungerzeiten hier in Dubai angebrochen waren, konnte man noch zu einem sogenannten "Brunch" gehen. Das ist eigentlich eine Mischung aus Fruehstueck und Mittag, ich weiss aber dass das daheim nicht ganz so verbreitet ist, wie in anderen Laendern. Hier faengt das Brunch allerdings erst um 12 an. Das hat mit Fruehstueck gar nichts mehr zu tun. Grund dafuer ist, dass man die Gaeste dazu bewegen moechte bis in die Nacht zu bleiben. Ab 12 werden dann fuer 4 Stunden die koestlichsten Speisen und Getraenke angeboten. Dabei zahlt man nur einen festgesetzten Preis und kann dann so viel essen und trinken wie man moechte. Natuerlich handelt es sich dabei auch um alkoholische Genussmittel. Man kann auch sagen, dass nach den 4 Stunden die Laune der Leute sehr sehr heiter ist. Am letzten Wochenende bevor Ramadan hatten wir uns dazu einen besonderen Ort ausgesucht. Wie man im obrigen Bild sehen kann, handelt es sich um ein Hochhaus nahe der Palmeninsel. Die Aussicht war spektakulaer, sowie auch das Buffet und die Getraenkeliste. Jeden Freitag kann man zum Brunch gehen in ganz Dubai. Ich war bis jetzt nur 2 mal. Ich denke ich habe noch um die 400 weitere verschiedene Gaststaetten mit diesem Angebot vor mir. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn man nichts anderes am Tag anstellen kann aufgrund der Hitze. Nur leider eben nicht in den naechsten Wochen, da der Ramadan diese Art von Freizeitgestaltung nicht gestattet.



Samstag, 21. Juli 2012


Der Sturmluefter kuendigt den Ramadan an

Wer schon bei mir zu Gast war, der weiss dass es in meiner Wohnung eine Tuer des Schreckens gibt. Diese Tuer fuehrt zu einem 2 Meter hohen Radiatormonster. Nun wir leben hier in der Wueste, natuerlich geht das absolut nicht ohne Klimaanlage. Der Anschlusswert dieses Geraetes liegt irgendwo um die 15 Kilowatt. Das entspricht einem Energieverbrauch von in etwa 4 Waschmaschinen oder einem Trabant bei 120km/h auf der Autobahn. Im Sommer treibt dieses Geraet die Elektrizitaetsrechnung in galaktische Hoehen. In den Haus in dem ich wohne gibt es mehr als 200 solcher Geraete. Der Energieverbrauch ist also hier in der Regel sehr hoch. Allerdings auch der Umsatz der Firma, die diese Geraete wartet. Denn das Monster hat bei den hohen Temperaturen einfach schlapp gemacht. Nun schon zum zweiten Mal in den letzten 2,5 Jahren. Ich denke es wollte einfach nur den Ramadan einleuten und hat begonnen zu fasten. Es wurde allerdings heute repariert und kuehlt mein Apartment wieder ordnungsgemaess. 
Ja, nun herrscht hier wieder Ramadan und elender Hunger Tag fuer Tag. Essen, Trinken und Rauchen in der Oeffentlichkeit ist nun wieder strengstens verboten. Deswegen sind die Strassen leer. Viele haben ihren Jahresurlaub nun in diese Zeit gelegt. Das bedeutet weniger Verkehrsstaus, es hat also auch etwas Gutes. Allerdings soll man ja nun all den hungernden Menschen auf der Welt gedenken, was wohl der eigentliche Sinn des Ramadans ist. Per Gesetz darf jetzt nur noch 6 Stunden pro Tag gearbeitet werden. Sollten Firmen erwischt werden, die ihre Arbeiter laenger arbeiten lassen, gibt es dafuer ein Bussgeld von 3000 Euro pro Person. Deswegen drehen sich nun alle Raeder hier etwas langsamer als ueblich. Am Abend ertoenen aus den Moscheelautsprechern die Worte des Koran und man besucht Freunde und Familie. In diesem Sinne und nun zum dritten Jahr in Folge: Ramadan Kareem! 

Samstag, 14. Juli 2012




TS Travel International

Ueber Stock und Stein sollte es dieses Wochenende wieder gehen. Wer es noch nicht weiss, ich biete hier in den Emiraten gelegentlich Offroad-Safaris an und fuehre die Touren durch das Gelaende. Selbstverstaendlich mit hochprofessionellen Kartenkenntnissen und GPS Technologie, wie man im obrigen Bild sieht. Auf dem unteren Bild sieht man meinen Kollegen, der sich Muehsam durch das Geroell kaempft. Meine Touren sind selbst erstellt am PC und werden dann in freier Natur nachgefahren. Es gibt auf diesen Touren immer seltene Tiere zu sehen, wie das bekannte Baumkamel, Bergesel und die arabische Dattelziege. In vielen Buechern steht geschrieben dass es hier in den Bergen sogar noch vereinzelt Leoparden geben soll. Ich habe allerdings noch nie einen gesehen. Frueher lebten die Geparden hier ganz natuerlich, wurden aber weitestgehend ausgerottet, weil sie die Ziegen wegfressen. Es soll auch anderes, giftiges Getier geben, auch auch das habe ich hier noch nie gesehen. Skorpione und Kobras, so steht es zumindest im Buch.
Fuer die Autos an sich sind die Touren im Moment eine ziemliche Qual, denn bei den hohen Temperaturen und den geringen Fahrgeschwindigkeiten im Geroell ueberhitzt der Motor recht schnell. Bei besonders steilen Aufstiegen muss man die Temperatur permanent ueberwachen. Der Sommer herrscht hier nun mit aller Gewalt und in einer Woche beginnt der alljaehrliche Ramadan. Dann ist hier wieder Schluss mit lustig, dann wird tagsueber gefastet und nachts gibt es nur Wasser und Brot. Wir freuen uns schonwieder auf diese 4 Wochen.